„Ansturm auf Impfstelle in Thüringen – dank Bratwurst als Belohnung.“ Der ganze Irrsinn, der aktuell das Land heimsucht – und der, wie einst das Nichts in Phantasien, vor Nichts halt zu machen scheint – verdichtet zu einer einzigen Schlagzeile. Solch eine in Worte gefasste Präzision mag ich.

August 2021 – nun hat man also zumindest in Teilen Deutschlands die einmalige Möglichkeit, sich für eine Bratwurst „piksen“ zu lassen. Und offenbar gibt es einige Menschen, die es mega finden, sich für eine Wurstsemmel zum Versuchskaninchen für Big Pharma zu machen. Finde ich erschreckend und kommt für mich selbstverständlich nicht in Frage.

Denn sind wir mal ehrlich: Bratwurst, als Anreiz zu egal was, das ist nicht nur stillos, sondern auch gefährlich. Und genau wegen solcher Agenden schwindet mein eh schon spärliches Urvertrauen in Aussagen, dass es „die Verantwortlichen“ aktuell ja nur gut der Gesundheit der Bürger meinten. Denn hier die schockiernde Wahrheit, die ich als ex-knallharte-Gesundheitspolitik-Journalistin recherchiert habe:

Bratwurst! Also Bratwurst ist laut einem Focus-Bericht von März 2021 eines von 9 harmlosen Lebensmitteln, die Ihren Körper vergiften. Jawohl. So ist das und schon das Titelbild des Artikels lässt Schlimmes ahnen. Der Darm eines vermutlich durch jene Lebensmittel vergifteten jungen Mannes, hat dessen kranken Körper verlassen. Als geistartiger Umriss schwebt er nun vor den Händen des jungen Mannes, der wohl gerade noch verzweifelt versuchte, den Darm-Austritt am Solarplexus zu verhindern. Ich vermute, dass solch ein exocorporalusker Darm seine Arbeit micht mehr richtig gut machen kann und der junge Mann deshalb bald qualvoll sterben muss.

Ach du Schreck.

Es kommt aber noch dicker. Die Bratwurst belegt den ersten Platz der Lebens- äh Todesmittel-Liste. O-mei-o-mei. Ihre Schädlichkeit beruhe vor allem auf dem hohen Anteil gesättigter Fettsäuren, deren Verzehr Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstige. Problematisch sei zudem der hohe Pökelsalz-Gehalt der Wurst, kommt eine Ernährungs-Expertin zu Wort: „Beim Erhitzen und Braten bilden sich Nitrosamine, die krebserregend sind.“ Und auch der Rauch, welcher beim Grillvorgang entstehe, enthalte polyzyklische Aromastoffe, welche karzinogen sein könnten.

Beruhigenderes zum Thema Bratwurst vermeldet hingegen hingegen die Ideen-Fachzeitschrift „Idee für mich“ Im großen Fast-Food-Check fanden die Kollegen heraus:

„Nicht gesundheitsschädlich ist auf Dauer lediglich der Senf.“

Na dann.

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Nachtrag: Ich habe gerade noch mal nachgedacht. Also, sagen wir mal so: Für ein exzellentes Wiener Schnitzel vom Bio-Kalb, hauchdünn, in gold-gelber Panade, die zwischen sich selbst und dem Fleischkörper, den sie luftig-pufferig umhüllt zu 42% ihres Panade-Seins einen Mindestabstand von 1,5 cm einhält – und dazu ein Altwiener Erdäpfelsalat… also dafür würde ich… da könnte ich durchaus…

schwach werden und den Piks zumindest nicht sofort brüsk ablehnen. Sondern aus tiefstem Respekt vor soviel gutem Willen zum Stil zwei, vielleicht sogar drei, Sekunden warten und erst dann freundlich aber bestimmt antworten: Danke, ich möchte lieber nicht.