Ich hatte heute morgen eine Idee. Und zwar fände ich es gut und vor allem zeitgemäß, wenn wir das altmodische Kalenderwochen-Zähl-System, in dem wir uns bisher durch das Jahr gehangelt haben, ein wenig „erneuern“ würden. Bisher war es ja so, dass wir die Kalenderwochen vor allem im Geschäftigkeits-Kontext stumpf und trocken einfach nacheinander abgezählt haben. KW 1 bis KW52. Gähn… Bei der Methode geht höchstens Graf Zahl einer ab. Mir und ich projeziere auch der Mehrheit der Bevölkerung sicher nicht.

Deshalb frage ich: Wäre es im Jahr 2022 nicht griffiger, progressiver und vor allem aufrichtiger, wenn wir ab sofort sagen würden: „In der Harald-Schmidt-Hasswoche hab ich Urlaub“ statt: „In KW 1 hab ich Urlaub“? Zusätzlich könnten wir Begriffe wie Herbstferien abschaffen, denn diese diskrimminieren Nicht-Schulpflichtige, Nicht-Lehrpersonal bzw. Geimpfte und Ungeimpfte, die am Äquator leben und damit keinen Zugang zu vier Jahreszeiten haben. Stattdessen könnten wir zukünftig einfach sagen: In den KimmichWagenknechtPrecht-Ächtungswochen gings mir minusgut.“oder „In der Söderschen Woche der Wahrheit habe ich noch keine konkreten Umsturzpläne, aber lass uns nochmal telefonieren.“

Natürlich funktioniert das Ganze nur, wenn wir die einzelnen Hateweeks exakt voneinander abgrenzen. Im Moment ist das noch ein ziemliches Kuddel-Muddel. Zum Beispiel bin ich gerade unsicher, ob wir uns noch in der Novak-Djokovic-Hämewoche oder schon in der Harald-Schmidt-Abwertungs-Woche befinden. Aber generell find ich die Idee sehr wouk und stelle sie daher mal zur Diskussion.