Der Frühling ist endlich da und mit ihm sprießen die ersten Wildkräuter. Das heißt ab jetzt wieder Ausschau halten, was so alles am Wegesrand – oder lieber etwas weiter weg davon – wächst. Und es ist einiges, was man schon früh im Jahr sammeln und vor allem essen kann. Denn die Feinbeckerei ist ja auch eine Feinschmeckerei.

  1. Brennnesseln ( die mit 4 n, nicht die mit 3 n)
  2. Ehrenpreis
  3. Scharbockskraut
  4. Giersch
  5. Gänseblümchen
  6. Löwenzahn
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Vitamine, Bitterstoffe, UmlauteDarum Wildkräuter

Wildkräuter sind gesund. Nur eine Hand voll pro Tag deckt den Großteil unseres täglichen Vitamin- und Mineralstoffbedarfs. Hier hab ich dazu eine Tabelle gefunden, die den Nährstoffgehalt von Wildkräutern und Kulturgemüse vergleicht und ich finde es erstaunlich, wie eindeutig das „Unkraut“ den gängigen Supermarktgemüsen überlegen ist. Zum Beispiel enthält die Brennnessel 30 Mal mehr Vitamin C als Kopfsalat:
Brennnessel (333 mg /100g) – Kopfsalat (13 mg /100g).

The Winner mit 333mg/100g Vitamin C! Die Brennnessel (Pixabay/kirahoffmann)
Dass man auf Pixabay tatsächlich Kopfsalat findet, hätt ich gar nicht gedacht. (Pixabay/pezibear)

Wen das noch nicht überzeugt: In Brennnesseln stecken 4 mal soviel n´s wie in Spinat. Und wie ja jeder weiß, ist das n der beste Buchstabe des gegenwärtigen Alphabets. Im Löwenzahn und im Gänseblümchen wiederum stecken sogar seltene und äußerst wertvolle Umlaute öäü – Nix davon im Spinat oder Endivien.

Außerdem enthalten Wildkräuter Bitterstoffe, welche man in den meisten unserer Kulturgemüsen vergeblich sucht, da sie herausgezüchtet wurden. Bitterstoffe sind allerdings wertvolle Nahrungsbestandteile, sie wirken u.a. entzündungshemmend, entsäuernd, appetitregulierend (wer abnehmen möchte) und immunsystemstärkend.

Zuguterletzt macht es einfach total Spaß sein Essen selber zu sammeln, statt immer nur bequem im Supermarkt einzukaufen. Ich find das ist jedesmal wie eine kleine Schatzsuche im Alltag.

Giersch, Brennnesseln, Ehrenpreis

Die Zubereitung

Gut waschen, kleinhacken und ab damit in die Pfanne. Das einfachste, was man sehr schnell und unkompliziert zubereiten kann, ist eine cremige Wildkräutersuppe. Dazu macht man eine Mehlschwitze mit etwas Zwiebel, gibt die Handvoll Kräuter dazu. Etwas Dinkelgrieß. Salz, Pfeffer, Wasser und Sahne. Fertig.

Mehlschwitze mit Wildkräutern und etwas Zwiebel
Dinkelgrieß kurz anrösten

Und so sieht dann das leckere Ergebnis aus. Bonne Appétit!

Neuer Planet am Rande des Sonnensystems oder doch nur am Rande der Suppenschüssel und am Rande des Wahnsinns? Man weiß manchmal nicht, was man noch glauben soll heutzutage.

Ah Mist. Falsches Foto. Sorry…. Moment… Hier ist grad schon wieder so ein – Herrschaftszeitn – so, das hier… ist das richtige:

Spät-märzig-oberbajuvarische Wildkräutersuppe – Bonne Appétit!