Sein, aber fein.

Autor: Eva Becker Seite 1 von 5

So it begins – die Suche nach Sicherheit

Wummmmms! Nordstream 1 und 2 gesprengt von Montag auf Dienstag Nacht. Mein Bauch nuschelt mir zu, das war der Auftakt, jetzt geht es wieder los, nur auf einem anderen Level. Und weiter flüstert er, dass Herbst und Winter noch ungemütlicher werden könnten als die letzten beiden Jahre – es sei denn, man wappnet sich jetzt seelisch und mental gegen das, was im Außen an Fahrt auf nimmt und auf uns zukommen wird.

Feel you König Theodin – auch den Frizz morgen, falls du die Nacht überleben wirst

Was sicher niemand komplett bestreiten kann: Man fühlt sich fast chronisch wie König Theodin, der im nächtlichen Regen stehend die dunkle Armee Saurons vor Helms Klamm erwartet. Nach zwei Jahren im permanenten Alarmzustand durch Corona und/oder die Maßnahmen dagegen sind die Menschen erschöpft. Und kaum ist es mit diesem Wahnsinn vorbei, geht es auch schon nahtlos weiter mit den äußeren Stressoren: Kriegsgefahr, Inflation, Blackoutgefahr, Versorgungsengpässe jetzt der Wummmms in der Ostsee, der mit Sicherheit eine weitere Eskalation nach sich ziehen wird. So it begins also again…

Es ist daher wichtig zu verstehen, wie Stress auf unser Nervensystem wirkt, warum er in langanhaltender Form besonders schädlich ist und warum es daher jetzt ungemein wichtig ist, die eigene Festung (Körper, Seele, Geist) vor der erneut am Horizont aufziehenden Dunkelheit zu verteidigen.

Bruce Lee – Screen Test (1965)

Ich liebe dieses Interview mit dem 24-jährigen Bruce Lee. Seine blitzschnellen und präzise ausgeführten Kung Fu Moves im schicken 60´s Anzug sind einfach immer wieder schön anzusehen und dann ist er im Gespräch gleichzeitig auch noch charming, lässig, witzig, bescheiden, höflich, sassy, reflektiert und unfassbar selbstsicher – mit 24. Was für eine schöne Seele und coole Sau er war. Ein Mensch, von dem man glaube ich behaupten kann, dass er wirklich in seinem Körper zu Hause war, jede noch so kleine Ritze darin mit seinem Geist und seiner Seele erfüllt und bewohnt hat. Unvergessen. Ich vermisse ihn hier unten.

Feines Interview mit Shi Heng Yi

Shi Heng Yi ist Kung Fu Meister und Shifu des Shaolin Tempels Europe in Deutschland. Im Interview mit Sascha Huber beantwortet er Fragen darüber, wie man sein Leben in der modernen Welt sinnvoll gestalten sollte bzw. könnte. Auf mich wirkt er während des Gesprächs klar und strukturiert im Denken, Fühlen, Handeln und trotz strenger Klosterdisziplin angenehm undogmatisch – einfach ein sehr offener und beweglicher Geist. Hier noch eine schön gemachte Doku, die Einblicke in den Klosteralltag selbst gibt.

Dieser Film versteht mich. Ich liebe diesen Film.

„I loooooooved this movie! This movie understands me!“, waren die Worte einer finnischen Youtuberin, die ich mag, über Everything Everywhere All at Once. Diese kurz und knapp geäußerte, ehrliche Begeisterung sprang unmittelbar auf mich über und so hab ich mir diesen Film gestern im Kino angesehen – ohne zuvor den Trailer zu schauen oder mir Filmkritiken und weitere Meinungen reinzuziehen. Ich wusste lediglich noch, es geht um Paralleluniversen, Wurstfinger und Steuerklärungen – also Metaphysik im weitesten Sinne.

Gerade bei Everything Everywhere all at Once lohnt es sich meiner Ansicht nach, so wenig Vorabinformation wie möglich zu konsumieren. Viel besser: sich einfach mal ein Beispiel am Teufel nehmen und Trailer, Kritiken und Meinungen zu diesem Werk meiden, wie der Gehörnte das Weihwasser – so ist es möglich, diese 2 Stunden und 19 Minuten weitestgehend unvoreingnommen auf Körper, Seele und Geist wirken zu lassen. Und dieser Film ist ein Erlebnis auf so vielen Ebenen. Er hat mich teilweise überfordert, stellenweise genervt, immer wieder überrascht, am Ende sehr berührt und dazu geführt, dass ich auf dem Nachhauseweg mehr fremden Menschen ein Lächeln geschenkt habe, als ich es üblicherweise tun würde. Heute merke ich wie der Film noch immer in mir nachhallt und bin erstaunt, welche Unmenge an existenziellen Fragen des Menschseins er streift, um darauf spielerisch-eigensinnige Antworten zu finden.

Die einzige Vorabinfo, die ich dazu noch spoilern will und muss: Das dritte Auge ist hier ein Wackelauge. Und im Nachhinein hätte es im Sinne des Films total Sinn gemacht, wenn ich Dr. Ludwig Morpheus Brain als Begleitung mitgenommen und er die Karten und das Popcorn besorgt hätte. Dann wär ich jetzt vielleicht auch in einem Paralleluniversum. Nächstes Mal dann.

BITTE JETZT ERST DEN FILM IM KINO ANSCHSCHAUEN.

Der Mond

Im August, fast voll, wunderschön.

Ein Hoch auf die Wissenschaft

Heute mal kein Wissenschafts-Bashing – sondern eine tiefe und aufrichtige Verneigung vor noblem Forschergeist und wahrhaftigem Erkenntisdrang, wie er in den Anfängen dieser Disziplin durchaus weit verbreitet war und heute zumindest noch hier und da fein und edelmütig auffunkelt.

Und weil ich gerade dabei bin, noch eine nicht minder aufrichtige Verneigung vor richtig gutem Investigativ-Journalismus mit Eiern, wie es ihn heute tatsächlich noch gibt, wenn man nur lange genug danach sucht.

Ich verstehe nicht

Ich habe hier länger nichts geschrieben und ein Grund ist, dass mir das generelle Denken, aber vor allem das strukturierte Durchdenken von größeren Zusammenhängen gerade schwerfällt und mich schnell ermüdet. Ich frage mich, liegt das nun an der mangelnden Kapazität meines Oberstübchens oder ist die Komplexität im System aktuell einfach zu hoch und übersteigt das, was ein einzelner Mensch fassen und verarbeiten kann? Der zweite Grund für mein Nichtschreiben ist, dass ich mich seit einigen Monaten frage: Was von all dem, was im Außen als Reiz auf mich zukommt, verdient eigentlich meine Reaktion? Und was davon eine öffentliche, die ich mit der Welt im Internet teile?

Feine Sache: The Behavioral Arts auf YT

Vor ein paar Tagen habe ich diesen superspannenden Youtube-Kanal entdeckt. Inhaltlich dreht sich dort alles um die Analyse von Körpersprache und Verhalten. Zuschauer werden dabei geschult, nonverbale und verbale Signale zu deuten, wobei ein Schwerpunkt darauf liegt, zu erkennen, ob Manipulation und Täuschung vorliegen.

In Anbetracht dessen, was uns medial und socialmedial in dieser einmaligen Krisenzeit vorgesetzt wird, ist das nach meinem Empfinden eine der zentrale Kompetenzen, die man jetzt – neben der eigenen Intuition – täglich trainieren sollte, wie Kung Fu: Die analytische Fähigkeit unterscheiden zu können, was ist eher Wahrheit und was ist wahrscheinlich eher Lüge, List, Täuschung und Manipulation.
Das psychologische Basis-Wissen dazu vermittelt Kanalbetreiber Spidey äußerst nachvollziehbar und sympathisch. Und bitte nicht abschrecken lassen von den mitunter reißerisch anmutenden Thumbmails, so ist das halt heutzutage auf Youtube.

Feine Sache: Die Wildkräuter-Saison ist eröffnet

Der Frühling ist endlich da und mit ihm sprießen die ersten Wildkräuter. Das heißt ab jetzt wieder Ausschau halten, was so alles am Wegesrand – oder lieber etwas weiter weg davon – wächst. Und es ist einiges, was man schon früh im Jahr sammeln und vor allem essen kann. Denn die Feinbeckerei ist ja auch eine Feinschmeckerei.

It´s just a ride.

This incredible live performance of Amanda Palmer left two people in tears and one with a fairly serious girl crush. Come join us. Because it´s just a ride…
It’s just a ride.
And you’ve got the
choice to get off
anytime that you like
It’s just a ride.

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