Mein Name ist Eva Becker. Hier in der Feinbeckerei schreibe ich über feine Sachen und teile hin und wieder meine Gedanken über den Zustand unserer menschengemachten Welt.

Mein Eindruck ist, dass die – mal ganz grob gesagt – Grobheit unserer Alltagswelt die letzten Jahre stark zugenommen hat. Unsere postmoderne Kultur erlebe ich zunehmend als billig, verroht, kälter, entseelter, technokratischer, völlig verdreht was Werte angeht und dabei auch noch immer lauter. Das nervt mich oft. An manchen Tagen finde ich es aber auch nur unerträglich. Und an ungeraden Dienstagen mit Föhn-Einfluss und West-Wind wünsch ich mir nichts mehr, als dass die Zeitmaschinen-Technolgie endlich mal vorankommt.

Hier soll ein Raum sein, wo Feines in all seinen Erscheinungsformen einen Platz  hat und gedeihen kann, ganz ungestört, in seiner eigenen Geschwindigkeit und vor allem abseits vom Lärm der bleiernen Geschäftigkeit der Moderne. Eventuell unter dem wohlwollenden Blick jener, welche ebenfalls einen Sinn für die feinen Aspekte des Leben entwickelt haben. Und wer weiß, vielleicht schaut ja sogar der Finer Things Club  mal hier vorbei und erachtet mich einer Mitgliedschaft als würdig.

Ich mag das Wort FEIN. Vom Klang her und auch weil es so unterschiedliche Bedeutungen hat. FEIN kann zarte und filigrane Strukturen bezeichnen. Es kann aber auch im Sinne von scharf und präzise verwendet werden. Eine feine Klinge. Eine feine Wahrnehmung. Feinsinn. FEIN bezeichnet gute Qualität. Ein Feingeist. Eine Feinschmeckerin. FEIN ist in der Dualität der Gegenpol zu Groben. Ohne das Grobe gäbe es das Feine nicht und umgekehrt.

Eva

CEO, Hohes Tier & Entrepreneuse „Die Fein-Beckerei“, ehemals Boss bei „Dr. Beckers Brotfall-Ambulanz“