Sein, aber fein.

Kategorie: Film

So it begins – die Suche nach Sicherheit

Wummmmms! Nordstream 1 und 2 gesprengt von Montag auf Dienstag Nacht. Mein Bauch nuschelt mir zu, das war der Auftakt, jetzt geht es wieder los, nur auf einem anderen Level. Und weiter flüstert er, dass Herbst und Winter noch ungemütlicher werden könnten als die letzten beiden Jahre – es sei denn, man wappnet sich jetzt seelisch und mental gegen das, was im Außen an Fahrt auf nimmt und auf uns zukommen wird.

Feel you König Theodin – auch den Frizz morgen, falls du die Nacht überleben wirst

Was sicher niemand komplett bestreiten kann: Man fühlt sich fast chronisch wie König Theodin, der im nächtlichen Regen stehend die dunkle Armee Saurons vor Helms Klamm erwartet. Nach zwei Jahren im permanenten Alarmzustand durch Corona und/oder die Maßnahmen dagegen sind die Menschen erschöpft. Und kaum ist es mit diesem Wahnsinn vorbei, geht es auch schon nahtlos weiter mit den äußeren Stressoren: Kriegsgefahr, Inflation, Blackoutgefahr, Versorgungsengpässe jetzt der Wummmms in der Ostsee, der mit Sicherheit eine weitere Eskalation nach sich ziehen wird. So it begins also again…

Es ist daher wichtig zu verstehen, wie Stress auf unser Nervensystem wirkt, warum er in langanhaltender Form besonders schädlich ist und warum es daher jetzt ungemein wichtig ist, die eigene Festung (Körper, Seele, Geist) vor der erneut am Horizont aufziehenden Dunkelheit zu verteidigen.

Dieser Film versteht mich. Ich liebe diesen Film.

„I loooooooved this movie! This movie understands me!“, waren die Worte einer finnischen Youtuberin, die ich mag, über Everything Everywhere All at Once. Diese kurz und knapp geäußerte, ehrliche Begeisterung sprang unmittelbar auf mich über und so hab ich mir diesen Film gestern im Kino angesehen – ohne zuvor den Trailer zu schauen oder mir Filmkritiken und weitere Meinungen reinzuziehen. Ich wusste lediglich noch, es geht um Paralleluniversen, Wurstfinger und Steuerklärungen – also Metaphysik im weitesten Sinne.

Gerade bei Everything Everywhere all at Once lohnt es sich meiner Ansicht nach, so wenig Vorabinformation wie möglich zu konsumieren. Viel besser: sich einfach mal ein Beispiel am Teufel nehmen und Trailer, Kritiken und Meinungen zu diesem Werk meiden, wie der Gehörnte das Weihwasser – so ist es möglich, diese 2 Stunden und 19 Minuten weitestgehend unvoreingnommen auf Körper, Seele und Geist wirken zu lassen. Und dieser Film ist ein Erlebnis auf so vielen Ebenen. Er hat mich teilweise überfordert, stellenweise genervt, immer wieder überrascht, am Ende sehr berührt und dazu geführt, dass ich auf dem Nachhauseweg mehr fremden Menschen ein Lächeln geschenkt habe, als ich es üblicherweise tun würde. Heute merke ich wie der Film noch immer in mir nachhallt und bin erstaunt, welche Unmenge an existenziellen Fragen des Menschseins er streift, um darauf spielerisch-eigensinnige Antworten zu finden.

Die einzige Vorabinfo, die ich dazu noch spoilern will und muss: Das dritte Auge ist hier ein Wackelauge. Und im Nachhinein hätte es im Sinne des Films total Sinn gemacht, wenn ich Dr. Ludwig Morpheus Brain als Begleitung mitgenommen und er die Karten und das Popcorn besorgt hätte. Dann wär ich jetzt vielleicht auch in einem Paralleluniversum. Nächstes Mal dann.

BITTE JETZT ERST DEN FILM IM KINO ANSCHSCHAUEN.

„7 vs. Wild“ auf Youtube

Sieben Typen müssen jeder für sich sieben Tage in Schwedens Wildnis überleben und dürfen nur sieben Gegenstände mitnehmen. Dabei dokumentieren sie ihren Alltag selbst mit der Kamera und müssen diverse Aufgaben lösen, wie z.B. Feuer mit einem Feuerbohrer machen. Wer es nicht mehr aushält, kann sich per Notfallhandy jederzeit rausholen lassen.

Irgendwie hatte der Youtube-Algorithmus den richtigen Riecher, dass mir das taugen könnte. Und so wars dann auch. Die Youtube-Serie „7 vs. Wild“ hat mir in den letzten Wochen richtig Spaß gemacht.

EGCWDA: Mr. Deeds vor Gericht –Teil 1

So. Wir eröffnen die Erste Gary Cooper-Woche der Anständigkeit (EGCWDA) mit einem Blick auf den wundervollen Mr. Deeds geht in die Stadt (US 1936). Cooper spielt darin den vertrauensseligen und gutmütigen Kleinstädter Longfellow Deeds. Durch ein Erbe zu viel Geld gekommen, versucht er seinem Herzen folgend das beste damit zu machen, z.B. gründet er eine Hilfsorganisation, um die Not verarmter Farmer zu lindern. Doch Deeds reinherzige Motive und seine anderen „seltsamen Marotten“ bringen schnell eine Reihe von Widersachern gegen ihn auf. Interessant. Wie in The Fountainhead landet Coopers Charakter am Ende in einem Gerichtssaal.

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