Sein, aber fein.

Kategorie: Meta-Physik

Bruce Lee – Screen Test (1965)

Ich liebe dieses Interview mit dem 24-jährigen Bruce Lee. Seine blitzschnellen und präzise ausgeführten Kung Fu Moves im schicken 60´s Anzug sind einfach immer wieder schön anzusehen und dann ist er gleichzeitig auch noch charming, lässig, witzig, bescheiden, höflich, sassy, reflektiert und unfassbar selbstsicher – mit 24. Was für eine schöne Seele und coole Sau er war. Ein Mensch, von dem man, so glaube ich, behaupten kann, dass er wirklich in seinem Körper zu Hause war, jede noch so kleine Ritze darin mit seinem Geist erfüllt und bewohnt hat. Unvergessen. Ich vermisse ihn hier unten.

Dieser Film versteht mich. Ich liebe diesen Film.

„I loooooooved this movie! This movie understands me!“, waren die Worte einer finnischen Youtuberin, die ich mag, über Everything Everywhere All at Once. Diese kurz und knapp geäußerte, ehrliche Begeisterung sprang unmittelbar auf mich über und so hab ich mir diesen Film gestern im Kino angesehen – ohne zuvor den Trailer zu schauen oder mir Filmkritiken und weitere Meinungen reinzuziehen. Ich wusste lediglich noch, es geht um Paralleluniversen, Wurstfinger und Steuerklärungen – also Metaphysik im weitesten Sinne.

Gerade bei Everything Everywhere all at Once lohnt es sich meiner Ansicht nach, so wenig Vorabinformation wie möglich zu konsumieren. Viel besser: sich einfach mal ein Beispiel am Teufel nehmen und Trailer, Kritiken und Meinungen zu diesem Werk meiden, wie der Gehörnte das Weihwasser – so ist es möglich, diese 2 Stunden und 19 Minuten weitestgehend unvoreingnommen auf Körper, Seele und Geist wirken zu lassen. Und dieser Film ist ein Erlebnis auf so vielen Ebenen. Er hat mich teilweise überfordert, stellenweise genervt, immer wieder überrascht, am Ende sehr berührt und dazu geführt, dass ich auf dem Nachhauseweg mehr fremden Menschen ein Lächeln geschenkt habe, als ich es üblicherweise tun würde. Heute merke ich wie der Film noch immer in mir nachhallt und bin erstaunt, welche Unmenge an existenziellen Fragen des Menschseins er streift, um darauf spielerisch-eigensinnige Antworten zu finden.

Die einzige Vorabinfo, die ich dazu noch spoilern will und muss: Das dritte Auge ist hier ein Wackelauge. Und im Nachhinein hätte es im Sinne des Films total Sinn gemacht, wenn ich Dr. Ludwig Morpheus Brain als Begleitung mitgenommen und er die Karten und das Popcorn besorgt hätte. Dann wär ich jetzt vielleicht auch in einem Paralleluniversum. Nächstes Mal dann.

BITTE JETZT ERST DEN FILM IM KINO ANSCHSCHAUEN.

Immer mehr Menschen leben und sterben mit/an/als Apparate(n).

Meine zugegeben nicht ganz dystopiefreie Gegenwarts-Diagnose sowie Zukunftprognose. Aber ich finde in der längsten Nacht des Jahres kann man endlich auch mal ganz ungeniert die dunklen Themen anschneiden. Wie beispielsweise die Frage, ob eine menschenwürdiges Leben in unserer heutigen Gesellschaft noch möglich ist.

Wer nach diesem Beitrag extrem down oder auch nur leicht beunruhigt sein sollte, dem sei zur Linderung seiner Beschwerden folgendes empfohlen. Zunächst gilt: Keine Panik. Dann 2 x täglich für mindestes drei Tage Gurkitier morgens und abends auditiv einnehmen. Zusätzlich empfielt sich das Betrachten einer Gurkitier-Darstellung. Abwechselnd mit dem linken, dann mit den rechten Auge usw. und das ganze so lange, bis einen jemand sichtlich fassungslos fragt, was man da gerade mache… Das synchronisiert die beiden Gehirnhälften und stärkt Eigen- und Frohsinn, was nie verkehrt sein kann. Optimal wäre, wenn die Gurkitierdarstellung etwa die doppelte Größe eines Glas GT 1700 Coupé aufweisen würde. Aber für den Erfolg der Methode funktionieren auch unwesentlich kleinere, sowie wesentlich größere Abbildungen ausgezeichnet.

Die Gurkitier-Methode oder auch G-Tierapie ist von Dr. Moprheus Ludwig Brain entwickelt, geprüft und empirisch legt. Sie hilft bei fast allem gegen fast alles. Bild: Netzfund

Die Brennnessel: Eine wehrhafte Heilpflanze

Ich will schon ewig über die Brennnessel schreiben. Denn die Ursprungsidee dieses Blogs ist ja das Augenmerk auf feines Sein (note to self) zu richten und in der Hinsicht ist die Urtica definitiv kein Low Performer. Im Gegenteil, die unscheinbare, oft als Unkraut abgewertete Pflanze kann einiges und deshalb möchte ich sie hier endlich mal vorstellen und gebührend abfeiern. Und welch eine schöne Synchronizität. Eben erfahre ich durch Recherche für diesen Beitrag: Die Brennnessel ist zur Heilpflanze des Jahres 2022 gekürt worden. Herzlichen Glückwunsch! Sowas von verdient. Aber nun ist es allerhöchste Zeit, meinen Begeisterungssturm substanziell mit ein paar Argumenten zu unterfüttern. Füttern ist da gleich ein gutes Stichwort.

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