Sein, aber fein.

Schlagwort: Heilung

Dieser Film versteht mich. Ich liebe diesen Film.

„I loooooooved this movie! This movie understands me!“, waren die Worte einer finnischen Youtuberin, die ich mag, über Everything Everywhere All at Once. Diese kurz und knapp geäußerte, ehrliche Begeisterung sprang unmittelbar auf mich über und so hab ich mir diesen Film gestern im Kino angesehen – ohne zuvor den Trailer zu schauen oder mir Filmkritiken und weitere Meinungen reinzuziehen. Ich wusste lediglich noch, es geht um Paralleluniversen, Wurstfinger und Steuerklärungen – also Metaphysik im weitesten Sinne.

Gerade bei Everything Everywhere all at Once lohnt es sich meiner Ansicht nach, so wenig Vorabinformation wie möglich zu konsumieren. Viel besser: sich einfach mal ein Beispiel am Teufel nehmen und Trailer, Kritiken und Meinungen zu diesem Werk meiden, wie der Gehörnte das Weihwasser – so ist es möglich, diese 2 Stunden und 19 Minuten weitestgehend unvoreingnommen auf Körper, Seele und Geist wirken zu lassen. Und dieser Film ist ein Erlebnis auf so vielen Ebenen. Er hat mich teilweise überfordert, stellenweise genervt, immer wieder überrascht, am Ende sehr berührt und dazu geführt, dass ich auf dem Nachhauseweg mehr fremden Menschen ein Lächeln geschenkt habe, als ich es üblicherweise tun würde. Heute merke ich wie der Film noch immer in mir nachhallt und bin erstaunt, welche Unmenge an existenziellen Fragen des Menschseins er streift, um darauf spielerisch-eigensinnige Antworten zu finden.

Die einzige Vorabinfo, die ich dazu noch spoilern will und muss: Das dritte Auge ist hier ein Wackelauge. Und im Nachhinein hätte es im Sinne des Films total Sinn gemacht, wenn ich Dr. Ludwig Morpheus Brain als Begleitung mitgenommen und er die Karten und das Popcorn besorgt hätte. Dann wär ich jetzt vielleicht auch in einem Paralleluniversum. Nächstes Mal dann.

BITTE JETZT ERST DEN FILM IM KINO ANSCHSCHAUEN.

Zeitqualität: Wegschauen kostet immer mehr Energie

Meine Wahrnehmung ist, dass momentan alles an die Oberfläche kommt. Alles was schon sehr lange spürbar war, zumindest für die feinsinnigeren Naturen unter uns – die „Sensibelchen“. Dieses jahrzehntelang schwer zu greifende Empfinden, dass mit dem System, in welches wir hineinsozialisiert wurden etwas nicht stimmt – und zwar grundsätzlich nicht – wird für mich seit Monaten zunehmende Gewissheit. Ich erlebe es momentan so, dass bisher verdrängte, abgespaltene, unangenehme Inhalte ins Bewusstsein der Masse drängen und dabei mit einem Wahnsinnsdruck und zunehmender Geschwindigkeit aus den Tiefen nach oben strömen.

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